Freiberg , welches 2012 das
850-jähriges Jubiläum feiert, liegt mit seinem Bahnhof an der Sachsen-Franken-Magistrale, einer wichtigen Eisenbahnverbindung in Deutschland zwischen Dresden und Chemnitz. Seit Dezember 2007 ist Freiberg an das S-Bahnnetz Dresden angeschlossen.

Der Freiberger Bahnhof, welcher 1860/61 nach Plänen der Architekten Constantin Hiller und Karl Moritz Haenel im Stil der englischen Tudorgotik erbaut wurde, feierte seine Einweihung am 11. August 1962 mit der Eröffnung der ersten Eisenbahnstrecke nach Tharandt (Sächsische Schweiz-Osterzgebirge).
Das Gebäude besteht aus drei dreigeschossigen Mittel- und Flügelbauten und den dazwischen liegenden zweigeschossigen Verbindungsbauwerken. Ursprünglich waren die Fassaden des Bahnhofes reich mit Rustikalgliederungen, Lisenen, profilierten Fenstergewänden, Verdachungen, Türmchen, Schmuckgiebeln und weiteren Ornamenten verziert.

Der Mittelbau enthielt einen Balkon, das sächsische Wappen, eine Uhr und die Bahnhofsglocke. Seit 1959 wurden bei verschiedenen Baumaßnahmen die Fassaden vereinfacht und große Teile des Schmuckes entfernt.
1986 wurde der Bahnhof in gelblichen Farbton gestrichen, das zuvor überstrichene Wappen wurde mitsamt den seitlich stehenden Löwen wieder freigelegt.
Nachdem die Deutsche Bahn 2010 das Bahnhofsgebäude samt mehreren tausend Quadratmetern Grundstück zum Verkauf angeboten hat, hat die Freiburger IF Unternehmensgruppe, die schon seit 20 Jahren ihre Spuren auch in Freiberg hinterlässt, die gesamte Liegenschaft erworben.
Bekanntestes aktuelles Sanierungsobjekt der Firma ist das ehemalige "Thälmannheim" der Bergakademie in der Chemnitzer Straße 44, welches derzeit zum modernen
Studentenwohnheim umgebaut wird.
In der
Bahnhofsvorstadt wurden beispielsweise das ehemalige AOK-Gebäude oder das frühere Hotel „Freiberger Hof“ saniert und vermietet.
Ab 2012 soll der denkmalgeschützte Bahnhof nun grundlegend saniert und zukünftig wieder lebendiger werden. Neben großzügigen Büroflächen in den Obergeschossen sieht das Konzept einen verstärkten Besatz an Einzelhandel im Erdgeschoss vor. Dabei soll es sich um „bahnhofstypische“ Sortimente wie z. B. einen Fleischer, ein Bäcker und einen Blumenladen handeln und keinesfalls ein weiteres Einkaufszentrum entstehen.
Auch für das Außengelände gibt es bereits eine Vielzahl an Ideen, zumal das alte Bahnpostamt noch 2011 unter Regie der Bahn AG abgerissen werden soll.
Interessenten können unter
Kontakt ausführliche Informationen sowohl für die Büroräume als auch für die Läden anfordern.
Bahnhof Freiberg um 1930
Bahnhof Freiberg 2011